Naturgarten-Zertifizierung


Foto: Klaus Eder, Landkreis Regen
Foto: Klaus Eder, Landkreis Regen

 

Gartenzertifizierung - "Bayern blüht - Naturgarten"

 

Wo Natur im Garten ist, da fühlt sich der Mensch so richtig wohl. Der Garten ist ein Ort der Erholung und Entschleunigung. Viel mehr noch, er bietet einen wunderbaren Erlebnisraum, in dem wir nach dem Rhythmus der Jahreszeiten leben und Naturzusammenhänge und Stoffkreisläufe begreifen. Dort kann der erwachsene Mensch sich wieder „erden“. Für Kinder ist er Entdeckungsland und Schule fürs Leben.

 

Ein Naturgarten ist in ganz besonderer Weise auch Lebensraum und Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Der Erhalt und die Förderung der heimischen Tierwelt im Garten sind gerade heute, in Zeiten des Artensterbens, von unschätzbarer Bedeutung.

 

Aber auch ein Naturgarten will gepflegt sein. Naturgarten bedeutet nicht der Wildnis freien Lauf zu lassen, sondern meint das bewusste Gestalten im Einklang mit der Natur. In der Gartenbewirtschaftung heißt das, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen Sie anzukämpfen. Konkret bedeutet dies: Kompostwirtschaft zu betreiben, das Fördern von Nützlingen, Mischkultur und Fruchtfolge im Gemüsebeet zu planen, auf richtige Bodenpflege zu achten und Regenwasser zu nutzen. Ein stabiles ökologisches Gleichgewicht sollte das Ziel der gärtnerischen Pflege sein.

 

Die Naturgartenzertifizierung mit der schönen Gartenplakette will dieses Engagement mit und für die Natur in unseren Gärten sichtbar machen. Die Bewertungskriterien können zudem ein Leitfaden sein, der bei der Anlage und Bewirtschaftung eines Naturgartens Orientierung gibt. Wer mit der Gartenplakette ausgezeichnet wird, leistet einen wertvollen Beitrag für die Vielfalt in unserer Umwelt und das sollen alle sehen!

 

Aber Achtung: Die Kriterien sind streng und das Prozedere ist bayernweit einheitlich geregelt!

 

Es werden insgesamt 4 Kern- und 14 Kann-Kriterien bewertet:

 

Die vier obligatorischen Kriterien für den Erhalt des Gartenzertifikats sind der Verzicht auf den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, von chemisch-synthetischen Düngern und von torfhaltigen Substraten sowie das Vorhandensein einer hohen ökologischen Vielfalt – Biodiversität! Ist einer dieser Punkte nicht erfüllt, kann das Zertifikat auch bei sonst guter Beurteilung nicht erteilt werden.

 

Die Kann-Kriterien sind die „Kür“ im Naturgarten. Begutachtet werden dabei 14 weitere Aspekte eines naturnahen und artenreichen Gartens. Dies ist zum Beispiel das Zulassen von Wildkraut (Wildes Eck), das Vorhandensein von Wiesenelementen und blühenden Stauden (Insektennahrungspflanzen) sowie die Wertschätzung von gebietstypischen Sträuchern und Gehölzen. Auch ein Gemüsebeet und Obstgehölze dürfen in einem zertifizierten Naturgarten nicht fehlen. Bei der Bewirtschaftung wird Wert gelegt auf Regenwassernutzung und Kompostkreislauf, Mischkultur mit Fruchtfolge, Gründüngung und Mulchen. Sind dann noch umweltfreundliche und regionaltypische Materialien im Garten verbaut, rundet dies das Bild eines gelungenen Naturgartens wunderbar ab. 

 

Für die Anmeldung zur Naturgarten-Zertifizierung wenden Sie sich bitte per Email direkt an die Kreisfachberatung  unter beate.singhartinger@oekologische-bildungsstaette.de. Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Adresse und Telefonnummer an, damit eine Kontaktaufnahme möglich ist.

 

Details zu den Kriterien, der genaue Ablauf der Zertifizierung und weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem angefügten Download:

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Kronach Naturgarten-Zertifzierung Kriter
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Foto: Beate Singhartinger
Foto: Beate Singhartinger